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Das AGE Außenlabor Frankenforst ist eingebettet in die Außenlabore Agrar, Geodäsie Ausbildungund Ernährung (AGE) der Landwirtschaftlichen Fakultät. Diese bilden einen Zusammenschluss der Außenlabore der landwirtschaftlichen Fakultät (Klein-Altendorf, Frankenforst, Wiesengut und Dortmund (Forschungsinstitut für Kinderernährung) und stellen eine fakultätsunmittelbare Organisationseinheit der Landwirtschaftlichen Fakultät dar. Sie unterstützen die Institute der Fakultät in ihren Aufgaben in Forschung und Lehre und stehen im Rahmen ihrer Kapazitäten allen Einrichtungen der Universität Bonn zur Durchführung von Forschung und Lehre zur Verfügung. Zur Koordinierung der Zusammenarbeit, der Haushaltsplanung und der Bewirtschaftung finden regelmäßige Vorstandssitzungen statt. Die gesamte Infrastruktur einschließlich des Tierbestandes, der Labore und der dazugehörigen landwirtschaftlichen Flächen ist hierbei im Rahmen vielfältiger Versuchsanstellungen auf die Erfüllung von Forschungsprogrammen ausgerichtet. Hierbei stellt der Hochleistungspräzisions-Rinderstall des AGE Außenlabors Frankenforst zusätzlich das zentrale Strukturelement des Centers of Integrated Dairy Research (CIDRe). Dieses stellt ein interdisziplinäres Zentrum zur Förderung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit, unter besonderer Berücksichtigung der Verknüpfung von Tiergesundheit bzw. Wohlbefinden von Milchkühen, Umweltaspekten in der Milchviehhaltung bzw. Milchproduktion und ökonomischen Fragestellungen, dar. Seit September 2009 finden sich zudem im Rahmen der sogenannten „Frankenforst-Runde“ (ehemals „Kuhstallrunde“) mindestens monatlich Professoren, wissenschaftliche und technische Mitarbeiter des ITW, sowie des Instituts für Landtechnik (Abteilung Verfahrenstechnik in der tierischen Erzeugung), die für die Planung von Studien/Projekten rund um den Versuchskuhstall verantwortlich sind, sowie Herr PD Dr. Michael Hölker (Administrator des AGE Außenlabors Frankenforst) zu einem Treffen ein. Die Arbeitsgruppe wird derzeit von Frau Dr. Ute Müller geleitet. Wesentliche Aufgaben der Gruppe sind die Koordination und Durchführung geplanter Versuche genehmigter Forschungsprojekte an den Frankenforster Tieren, die Sammlung, Speicherung und Pflege von Sensordaten von den Versuchstieren, die Zusammenführung der Datenbanken aus den verschiedenen Sensorsystemen, sowie der Austausch von Erfahrungen und die Diskussion von Projektergebnissen.Das Außenlabor Frankenforst dient gleichzeitig der Ausbildung von Studierenden der Landwirtschaftlichen Fakultät hinsichtlich der Demonstration von Haltungsverfahren, Produktionsverfahren und Züchtungsexperimenten mit praktischen Übungen. Weiterhin erfüllt das AGE Außenlabor Frankenforst Aufgaben als Ausbildungsstätte im Ausbildungsberuf Landwirt. Durch Veröffentlichungen und Vorträge, aber auch durch Betriebsführungen, werden die Forschungsergebnisse der Wissenschaft und der Praxis übermittelt.
Textfeld: Die Mitarbeiter des AGE Außenlabors Frankenforst
 
 
"Universitäten dienen der Gewinnung wissenschaftlicher Erkenntnisse sowie der Pflege und Entwicklung der Wissenschaften durch Forschung, Lehre, Studium, Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und Wissenstransfer. Sie bereiten auf berufliche Tätigkeiten im In- und Ausland vor, die die Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden erfordern."So beschreibt das nordrhein-westfälische Hochschulgesetz im § 3 das Aufgabenspektrum seiner Hochschulen. Damit die verantwortlichen Professoren und Wissenschaftler diese anspruchsvollen Anforderungen erfolgreich bewältigen können, bedarf es gerade auch der Unterstützung qualifizierter und motivierter Mitarbeiter aus den Bereichen Technik und Verwaltung. Im Rahmen eines zukunftsfähigen Ausbildungskonzeptes, das sich dem Grundsatz einer systematischen Personalentwicklung verpflichtet fühlt, versuchen wir deshalb bereits heute, den Mitarbeiter für morgen zu gewinnen. Unsere langjährige Erfahrung zeigt: Je intensiver der Nachwuchs mit spezifischen Eigenheiten einer Hochschule vertraut ist, desto wertvoller wird er für eine mögliche spätere Aufgabe im Rahmen des Stammpersonals sein.
Aus diesem Grunde erfüllt auch das AGE Außenlabor Frankenforst innerhalb der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn seine Aufgabe als Ausbildungsstätte im Ausbildungsberuf Landwirtin/Landwirt und in Zusammenarbeit mit dem Institut für Tierwissenschaften durch das Biotechnologische Labor im Ausbildungsberuf Biologielaborantin/Biologielaborant. Hier gewährleisten engagierte Ausbilder eine anspruchsvolle, spannende und abwechslungsreiche praktische Ausbildung, die auch immer wieder konkrete Einblicke in die vielfältigsten Forschungsprojekte verschafft. Daneben besuchen die Auszubildenden Berufsschulen und -kollegs, die die fachtheoretischen Grundlagen vermitteln.
Im Rahmen der Ausbildung zur Landwirtin/ zum Landwirt ist es unser Anspruch die klassischen Aufgaben der Landwirtin und des Landwirtes, wie die Erzeugung von Nahrungsmitteln, praxisorientiert zu vermitteln. In jüngerer Zeit ist die Produktion nachwachsender Rohstoffe als Aufgabe hinzugekommen. Die Lehrinhalte umfassen darüber hinaus die Pflanzenproduktion und die Tierproduktion mit der dazugehörigen Landtechnik. Modernen Landwirten ist der schonende und verantwortungsvolle Umgang mit natürlichen Ressourcen (Wasser, Boden, Luft) und die Beachtung ökologischer Zusammenhänge wichtig. Ziel der Ausbildung ist die Vermittlung der notwendigen Fähigkeiten zur Führung eines Betriebszweigs oder eines eigenen Betriebes.Bei der Ausbildung zur Landwirtin/ zum Landwirt handelt es sich um eine duale Berufsausbildung im AGE Außenlabor Frankenforst als Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Der Berufsschul-unterricht findet an 1-2 Tagen in der Woche statt. Er wird ergänzt durch überbetriebliche Lehrgänge. Die betriebliche Ausbildung erfolgt im Außenlabor Frankenforst der Universität Bonn. Dort sorgen unsere engagierten und erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für eine effektive und praxisorientierte Ausbildung. Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Üblicherweise wird der Ausbildungsbetrieb jährlich gewechselt. Die Berufsausbildung endet mit der Abschlussprüfung. Sie umfasst einen schriftlichen und einen praktischen betrieblichen Teil. Nach erfolgreichem Abschluss bieten sich den Absolventen des Ausbildungsberufs Landwirtin und Landwirt vielfältige Zukunftsperspektiven und Einsatzmöglichkeiten wie z.B. im elterlichen Betrieb oder als angestellte Landwirtin oder als angestellter Landwirt in größeren landwirtschaftlichen Betrieben. Darüber hinaus können Landwirtinnen und Landwirte als Angestellte in Dienstleistungseinrichtungen im Agrarsektor tätig werden. Sie haben zudem die Möglichkeit, sich im Rahmen von Weiterbildungen weiter zu qualifizieren (z.B. Landwirtschaftsmeisterin oder Landwirtschaftsmeister, Technikerin oder Techniker, Staatlich geprüfte Agrarbetriebswirtin/Staatlich geprüfter Agrarbetriebswirt, Bachelor und Master im Bereich Agrarwissenschaften).
 
Im Rahmen der Ausbildung zur Biologielaborantin und zum Biologielaboranten arbeiten die Auszubildenden eng mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zusammen und führen unter deren Anleitung Untersuchungen an Tieren, Embryonen und Zellkulturen durch. Hierbei werden im Rahmen ihrer Mitarbeit im biotechnologischem Labor im Außenlabor  Frankenforst unterschiedliche Arbeitstechniken eingesetzt wie z.B. die Kultivierung von präimplantativen Embryonen und Zellen, biochemische und molekularbiologische Untersuchungen, immunologische Verfahren sowie mikroskopische Untersuchungen. Daneben assistieren Biotechnologielaborantinnen und Biotechnologielaboranten bei Operationen oder entnehmen Blut oder Gewebeproben. Bei der Ausbildung zur Biologielaborantin und zum Biologielaboranten handelt es sich um eine duale Berufsausbildung in den Laboren des Instituts für Tierwissenschaften und in der Berufsschule. Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre und kann bei guter Leistung auf 3 Jahre verkürzt werden. Vor Ende des zweiten Ausbildungs-jahres wird Teil 1 der Abschlussprüfung durch-geführt, Teil 2 der Abschlussprüfung findet am Ende der Ausbildungs-zeit statt. Nach erfolg-reichem Abschluss bieten sich den Absolventen des Ausbildungsberufs Biologielaborantin & Biologielaborant vielfältige Zukunftsperspektiven. Innerhalb der Universität Bonn steht Biologielaborantinnen und Biologielaboranten bei einer möglichen Übernahme eine Vielzahl von interessanten Tätigkeitsfeldern in den Instituten in der biologischen oder medizinischen Forschung offen. Es bestehen darüber hinaus vielfältige Einsatzmöglichkeiten, z.B. im öffentlichen Gesundheitswesen, in der chemischen und pharmazeutischen Industrie oder in sonstigen Forschungseinrichtungen. Sie haben zudem die Möglichkeit, sich im Rahmen von Weiterbildungen weiter zu qualifizieren (z.B. Weiterbildung zur staatlich geprüften Technikerin/zum staatlich geprüften Techniker, Studium an einer Fachhochschule oder Universität).
 
 
Das Außenlabor  Frankenforst dient der Ausbildung von Studierenden der Landwirtschaftlichen Fakultät hinsichtlich der Demonstration von Haltungsverfahren, Produktionsverfahren und Züchtungsexperimenten mit praktischen Übungen.Das Außenlabor Frankenforst steht dazu allen Instituten der Landwirtschaftlichen Fakultät und der Universität Bonn zur Verfügung. Hierfür steht im Gutshaus ein frei bestuhlbarer Seminarraum samt moderner technischer Ausstattung (Beamer und die Möglichkeit zum Anschluss eines eigenen Notebooks) bereit, welcher bis zu 25 Studierenden Platz bietet. Darüber hinaus stellt das Außenlabor nicht nur die Infrastruktur für Lehre zur Verfügung sondern beteiligt sich auch aktiv an der Ausbildung von Studierenden der Landwirtschaftlichen Fakultät im Rahmen von Vorlesungen, Praktika und Übungen.
Im Rahmen der praktischen Demonstration von Produktions- und Haltungsverfahren (Einführung in die Nutztierwissenschaften II) durch Dozenten der verschiedenen Abteilungen des Instituts für Tierwissenschaften werden jährlich mehr als 250 Bachelorstudenten im Rahmen von 8 Übungen, unter anderem hinsichtlich der Anforderungen an einen modernen Stallbau für die Rinder- und Schweinehaltung, sowie geeigneter Haltungssysteme im Rahmen der Eierproduktion beim Geflügel, unterwiesen. Weitere Demonstrationsthemen im Rahmen dieser Lehrveranstaltung sind die Zucht, Haltung, Reproduktion und Tierbeurteilung beim Milchrind einschließlich der Nutzung moderner biotechnologischer Verfahren im Rahmen der Zucht sowie die tierorientierte Untersuchung von Euter und Milch bei der Milchkuh. Ebenfalls werden verschiedene Verfahren zur Haltung von Schweinen, dem dazugehörigem Betriebsmanagement, den Kreuzungsverfahren in der Schweineproduktion sowie die Tierbeurteilung beim Schwein vermittelt. Vervollständigt werden die Inhalte noch durch die Vermittlung der Erstellung und Berechnung von tier- und leistungsgerechten Futterrationen bei Hochleistungskühen, sowie von Futtermischungen in der Schweine- und Geflügelproduktion innerhalb der verschiedenen Produktions-abschnitte. Im Rahmen weiterer Lehrveranstaltungen des Bachelor-studiums werden durch zusätzliche Übungen tiefergehende tierzüchte-rische Lehrinhalte durch praktische Übungen zur Rinder- und Schweine-zucht sowie zur Biotechnologie gelehrt. In Bezug auf die Lehre von Ethologie und Umweltwirkung schließlich werden Übungen zur angewandten Ethologie und zur Beurteilung von Tierhaltungssys-temen angeboten. Lehrveranstal-tungen im Außenlabor Frankenforst im Bachelorstudium werden auch durch das Institut für Geodäsie und Geoinformation und demGeographischen Institut der Universität Bonn angeboten.  Seit 1999 wird das Gelände des Außenlabors Frankenforst auch als physisch-geographisches For-schungs- und Praktikumsgebiet des Geographischen Institutes genutzt. Es wurden verschiedene Mess-stationen aus den Bereichen Hydrologie, Klimatologie, Geomor-phologie, Bodenkunde und Vege-tationsgeographie eingerichtet, die für Forschungs- und Lehrzwecke verwendet werden. In diesem Zusammenhang bietet das Geographische Institut im Rahmen der Lehrveranstaltung „Physikalische Geographie“ Geländepraktika zur Vermittlung von klimatologischen, hydrologischen, geomorphologischen sowie boden- und vegetationsgeographische Mess- und Auswertungsverfahren an. Die hydrologischen und klimatologischen Messgeräte (Abflusspegel, Klimastationen) erfassen die verschiedenen Parameter kontinuierlich in einer hohen zeitlichen Auflösung. An den weiteren Messpunkten (Erosionsmessanlage, Bodenprofile, Vegetationsplots) werden nur bei Bedarf Messungen oder Aufnahmen durchgeführt. Die Messdaten werden sowohl in den Geländepraktika, als auch in Abschlussarbeiten verwendet. Zwei Campbell Klimastationen wurden auf dem Außenlabor Frankenforst an Stellen mit unterschiedlichen klimatischen Bedingungen installiert: eine auf der Wiese und die andere im Birkenwald. Folgende Parameter werden an beiden Stationen gemessen: Luftfeuchtigkeit, Lufttemperatur, Windrichtung und -geschwindigkeit (in 30 cm, 2 m, 4 m und 8 m über dem Boden), Niederschlag, Luftdruck (nur auf der Wiese), Bodenwärmeflüsse, Bodentemperatur, Strahlungsbilanz, Reflexstrahlung und Globalstrahlung. Die Daten werden in 10 min Intervallen aufgenommen. Zusätzlich wurden vier HOBO-Datenlogger (Lufttemperatur, relative Luftfeuchtigkeit, Bodentemperatur, Bodenfeuchtigkeit und Globalstrahlung) an verschiedenen Stellen installiert. Darüber hinaus wird die Tatsache, dass das Gebiet des Außenlabors Frankenforst durch zwei Bäche, den Eichenbach und den Forstbach, entwässert wird, genutzt: Die beiden Bäche münden im nord-östlichen Bereich des Guts ineinander. Unterhalb der Mündung ist ein Thompson-Wehr und eine Multiparametersonde (Orpheus von Ott) installiert. Wasserpegel, elektrische Leitfähigkeit und Temperatur werden in 10 min-Intervallen aufgezeichnet. Zu guter Letzt befinden sich auf dem Gelände des Außenlabors Frankenforst verschiedene Bodenprofile, die für Lehrzwecke genutzt werden können. Eine Catena verläuft am Hang bis hin zum Forstbach (Parabraunerde, Pararendzina, Colluvium). Ein Gley-Profil befindet sich nahe des Messwehres am Eichenbach. Für Lehrzwecke wurde eine Catena mit fünf Profilen im Trockental angelegt. Darüber hinaus werden Lehrinhalte zu Strömungsmechanismen in Fließgewässern sowie der Verlagerung von Sedimenten in Fließgewässern vermittelt. Das Institut für Geodäsie und Geoinformation bietet im Außenlabor Frankenforst topografische Praktika im Rahmen des Moduls Geodätische Messtechnik an.
Im Masterstudium beteiligt sich das Außenlabor Frankenforst an der Vermittlung von tierzüchterischen Lehrinhalten durch praktische Übungen zur Leistungsprüfung und der Tierbeurteilung. Hierzu wird den Studenten unter anderem bei der Tierart Rind die lineare Klassifizierung von Milchkühen, im Rahmen einer praktischen Übung am Tier, nähergebracht. Darüber hinaus beteiligt sich das Biotechnologische Labor im Rahmen der Lehrveranstaltung „Genetik komplexer Merkmale bei landwirtschaftlichen Nutztieren“ mit praktischen Übungen an der Lehre im Masterstudium. Hierbei wird den Studenten im Masterstudium die Nutzung der modernen Reproduktionsmethoden im Rahmen von Zuchtprogrammen, insbesondere bei der Spezies Rind, erläutert. Hierbei wird im Rahmen von biotechnologischen Übungen die In vitro Produktion (IVP) von Rinderembryonen, einschließlich Kryokonservierung, Präimplantationsdiagnostik, Embryotransfer, Zyklussynchronisation und Trächtigkeits-diagnostik erläutert und demonstriert.  
 
Im Außenlabor Frankenforst  werden Studierende (BSc, MSc) darüber hinaus forschungsorientiert ausgebildet, indem sie in eigenen Versuchen wissenschaftliche Fragestellungen bearbeiten. Dafür stellt das Außenlabor eine moderne Infrastruktur für Versuche zur Verfügung. Dieses Angebot wird durch die verschiedenen Arbeitsgruppen des Instituts für Tierwissenschaften und des Instituts für Landtechnik genutzt und wird durch die Vielzahl an Bachelor- und Masterarbeiten, welche in den letzten Jahren in Zusammenarbeit mit dem Außenlabor Frankenforst erstellt wurden, deutlich. So wurden viele Bachelor- und Masterarbeiten insbesondere unter Nutzung der Infrastrukturen und des Tier-bestandes in den Forschungs-bereichen Rind, Schwein und Biotechnologie, angefertigt. Diese Arbeiten sind oftmals die Grundlage für „größere“ Forschungsstudien und damit unerlässlich zur Generierung von zukünftigen Forschungskonzepten, der Einwer-bung von Drittmitteln zu For-schungszwecken sowie zur Sicherung einer hochwertigen und innovativen Publikationstätigkeit.
https://www.ugb.uni-bonn.de/de/veranstaltungen/vergangene-veranstaltungen/bilder-fuehrung-gut-frankenforst/Dr.%20Hoelker%20im%20Gespraech%20mit%20den%20Teilnehmenden.jpg/image_large
Öffentlichkeitsarbeit des AGE Außenlabors Frankenforst
 
Dem Außenlabor Frankenforst liegt das Bild der Landwirtschaft in der Öffentlichkeit sehr am Herzen. Deshalb steht der Versuchsbetrieb interessierten Besuchergruppen nach Anmeldung jederzeit für Führungen und Informationsveranstaltungen offen. Während die gesellschaftliche Debatte über Tierwohl in vollem Gange ist, wollen wir Verbraucher außerhalb der Landwirtschaft so über die Zusammenhänge in der modernen Landwirtschaft, offen und transparent, informieren. Dies beinhaltet sowohl eine Darstellung der Gegebenheiten vor Ort, wie auch das Ansprechen von Problemen und Spannungsfeldern sowie die Diskussion potentieller Lösungen. Es muss einen Mittelweg zwischen Bauernhof-Romantik und Skandalisierung geben. Diesen will das Außenlabor Frankenforst im Rahmen seiner Öffentlichkeitsarbeit mit neutralen und zuverlässigen Informationen aufzeigen. Unser Ziel ist interessierte Gruppen aus der Landwirtschaft über neuere Entwicklungen und wissenschaftliche Erkenntnisse zu informieren.
Damit die Ergebnisse aus den Forschungsanstellungen auf dem Außenlabor Frankenforst in die landwirtschaftlichen Betriebe gebracht werden, arbeiten die Wissenschaftler auf dem Außenlabor Frankenforst auch mit dem Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) zusammen, das sich nicht nur den Dialog zwischen den Branchenakteuren und Verbrauchern auf die Fahne geschrieben hat, sondern vor allem Erkenntnisse aus der Forschung zeitnah und praxisorientiert in die Landwirtschaft zu kommunizieren versucht.
Hierbei informiert das BZL, was sich einerseits in der Wissenschaft tut – und was die verschiedenen Akteure andererseits davon haben. Die Kommunikation von Forschungsergebnissen bedarf jedoch Übersetzungsarbeit. Diese leistet das BZL mit seiner Expertise aus verschiedenen Projektträgerschaften und Kommunikationskampagnen. Damit sich alle Interessierten über Neues aus der Landwirtschaft informieren können, baut das BZL derzeit Internetseiten mit Rubriken für Fachleute und Verbraucher auf. Von der Analyse des Milchmarkts über Publikationen zur Milchkuhfütterung bis hin zur Antwort auf die Frage, ob Kühe nur Milch geben, wenn sie Kälber bekommen: Denn nachhaltige Landwirtschaft soll für jedermann transparent und verständlich werden.Hierzu braucht es jedoch Forschungseinrichtungen und Betriebe, die ihre Türen aufmachen und zeigen, was möglich ist und wie neue Erkenntnisse schnell in die Praxis umgesetzt werden können, womit sich der Kreis zum Außenlabor Frankenforst dann schließt.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Das AGE Außenlabor Frankenforst ist eingebettet in die Außenlabore Agrar, Geodäsie und Ernährung (AGE) der Landwirtschaftlichen Fakultät. Diese bilden einen Zusammenschluss der Außenlabore der landwirtschaftlichen Fakultät (Klein-Altendorf, Frankenforst, Wiesengut und Dortmund (Forschungsinstitut für Kinderernährung) und stellen eine fakultätsunmittelbare Organisationseinheit der Landwirtschaftlichen Fakultät dar. Sie unterstützen die Institute der Fakultät in ihren Aufgaben in Forschung und Lehre und stehen im Rahmen ihrer Kapazitäten allen Einrichtungen der Universität Bonn zur Durchführung von Forschung und Lehre zur Verfügung. Zur Koordinierung der Zusammenarbeit, der Haushaltsplanung und der Bewirtschaftung finden regelmäßige Vorstandssitzungen statt. Die gesamte Infrastruktur einschließlich des Tierbestandes, der Labore und der dazugehörigen landwirtschaftlichen Flächen ist hierbei im Rahmen vielfältiger Versuchsanstellungen auf die Erfüllung von Forschungsprogrammen ausgerichtet. Hierbei stellt der Hochleistungspräzisions-Rinderstall des AGE Außenlabors Frankenforst zusätzlich das zentrale Strukturelement des Centers of Integrated Dairy Research (CIDRe). Dieses stellt ein interdisziplinäres Zentrum zur Förderung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit, unter besonderer Berücksichtigung der Verknüpfung von Tiergesundheit bzw. Wohlbefinden von Milchkühen, Umweltaspekten in der Milchviehhaltung bzw. Milchproduktion und ökonomischen Fragestellungen, dar. Seit September 2009 finden sich zudem im Rahmen der sogenannten „Frankenforst-Runde“ (ehemals „Kuhstallrunde“) mindestens monatlich Professoren, wissenschaftliche und technische Mitarbeiter des ITW, sowie des Instituts für Landtechnik (Abteilung Verfahrenstechnik in der tierischen Erzeugung), die für die Planung von Studien/Projekten rund um den Versuchskuhstall verantwortlich sind, sowie Herr PD Dr. Michael Hölker (Administrator des AGE Außenlabors Frankenforst) zu einem Treffen ein. Die Arbeitsgruppe wird derzeit von Frau Dr. Ute Müller geleitet. Wesentliche Aufgaben der Gruppe sind die Koordination und Durchführung geplanter Versuche genehmigter Forschungsprojekte an den Frankenforster Tieren, die Sammlung, Speicherung und Pflege von Sensordaten von den Versuchstieren, die Zusammenführung der Datenbanken aus den verschiedenen Sensorsystemen, sowie der Austausch von Erfahrungen und die Diskussion von Projektergebnissen.Das Außenlabor Frankenforst dient gleichzeitig der Ausbildung von Studierenden der Landwirtschaftlichen Fakultät hinsichtlich der Demonstration von Haltungsverfahren, Produktionsverfahren und Züchtungsexperimenten mit praktischen Übungen. Weiterhin erfüllt das AGE Außenlabor Frankenforst Aufgaben als Ausbildungsstätte im Ausbildungsberuf Landwirt. Durch Veröffentlichungen und Vorträge, aber auch durch Betriebsführungen, werden die Forschungsergebnisse der Wissenschaft und der Praxis übermittelt.
Textfeld: Die Mitarbeiter des AGE Außenlabors Frankenforst
 
 
"Universitäten dienen der Gewinnung wissenschaftlicher Erkenntnisse sowie der Pflege und Entwicklung der Wissenschaften durch Forschung, Lehre, Studium, Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und Wissenstransfer. Sie bereiten auf berufliche Tätigkeiten im In- und Ausland vor, die die Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden erfordern."So beschreibt das nordrhein-westfälische Hochschulgesetz im § 3 das Aufgabenspektrum seiner Hochschulen. Damit die verantwortlichen Professoren und Wissenschaftler diese anspruchsvollen Anforderungen erfolgreich bewältigen können, bedarf es gerade auch der Unterstützung qualifizierter und motivierter Mitarbeiter aus den Bereichen Technik und Verwaltung. Im Rahmen eines zukunftsfähigen Ausbildungskonzeptes, das sich dem Grundsatz einer systematischen Personalentwicklung verpflichtet fühlt, versuchen wir deshalb bereits heute, den Mitarbeiter für morgen zu gewinnen. Unsere langjährige Erfahrung zeigt: Je intensiver der Nachwuchs mit spezifischen Eigenheiten einer Hochschule vertraut ist, desto wertvoller wird er für eine mögliche spätere Aufgabe im Rahmen des Stammpersonals sein.
Aus diesem Grunde erfüllt auch das AGE Außenlabor Frankenforst innerhalb der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn seine Aufgabe als Ausbildungsstätte im Ausbildungsberuf Landwirtin/Landwirt und in Zusammenarbeit mit dem Institut für Tierwissenschaften durch das Biotechnologische Labor im Ausbildungsberuf Biologielaborantin/Biologielaborant. Hier gewährleisten engagierte Ausbilder eine anspruchsvolle, spannende und abwechslungsreiche praktische Ausbildung, die auch immer wieder konkrete Einblicke in die vielfältigsten Forschungsprojekte verschafft. Daneben besuchen die Auszubildenden Berufsschulen und -kollegs, die die fachtheoretischen Grundlagen vermitteln.
Im Rahmen der Ausbildung zur Landwirtin/ zum Landwirt ist es unser Anspruch die klassischen Aufgaben der Landwirtin und des Landwirtes, wie die Erzeugung von Nahrungsmitteln, praxisorientiert zu vermitteln. In jüngerer Zeit ist die Produktion nachwachsender Rohstoffe als Aufgabe hinzugekommen. Die Lehrinhalte umfassen darüber hinaus die Pflanzenproduktion und die Tierproduktion mit der dazugehörigen Landtechnik. Modernen Landwirten ist der schonende und verantwortungsvolle Umgang mit natürlichen Ressourcen (Wasser, Boden, Luft) und die Beachtung ökologischer Zusammenhänge wichtig. Ziel der Ausbildung ist die Vermittlung der notwendigen Fähigkeiten zur Führung eines Betriebszweigs oder eines eigenen Betriebes.Bei der Ausbildung zur Landwirtin/ zum Landwirt handelt es sich um eine duale Berufsausbildung im AGE Außenlabor Frankenforst als Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Der Berufsschul-unterricht findet an 1-2 Tagen in der Woche statt. Er wird ergänzt durch überbetriebliche Lehrgänge. Die betriebliche Ausbildung erfolgt im Außenlabor Frankenforst der Universität Bonn. Dort sorgen unsere engagierten und erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für eine effektive und praxisorientierte Ausbildung. Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Üblicherweise wird der Ausbildungsbetrieb jährlich gewechselt. Die Berufsausbildung endet mit der Abschlussprüfung. Sie umfasst einen schriftlichen und einen praktischen betrieblichen Teil. Nach erfolgreichem Abschluss bieten sich den Absolventen des Ausbildungsberufs Landwirtin und Landwirt vielfältige Zukunftsperspektiven und Einsatzmöglichkeiten wie z.B. im elterlichen Betrieb oder als angestellte Landwirtin oder als angestellter Landwirt in größeren landwirtschaftlichen Betrieben. Darüber hinaus können Landwirtinnen und Landwirte als Angestellte in Dienstleistungseinrichtungen im Agrarsektor tätig werden. Sie haben zudem die Möglichkeit, sich im Rahmen von Weiterbildungen weiter zu qualifizieren (z.B. Landwirtschaftsmeisterin oder Landwirtschaftsmeister, Technikerin oder Techniker, Staatlich geprüfte Agrarbetriebswirtin/Staatlich geprüfter Agrarbetriebswirt, Bachelor und Master im Bereich Agrarwissenschaften).
 
Im Rahmen der Ausbildung zur Biologielaborantin und zum Biologielaboranten arbeiten die Auszubildenden eng mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zusammen und führen unter deren Anleitung Untersuchungen an Tieren, Embryonen und Zellkulturen durch. Hierbei werden im Rahmen ihrer Mitarbeit im biotechnologischem Labor im Außenlabor  Frankenforst unterschiedliche Arbeitstechniken eingesetzt wie z.B. die Kultivierung von präimplantativen Embryonen und Zellen, biochemische und molekularbiologische Untersuchungen, immunologische Verfahren sowie mikroskopische Untersuchungen. Daneben assistieren Biotechnologielaborantinnen und Biotechnologielaboranten bei Operationen oder entnehmen Blut oder Gewebeproben. Bei der Ausbildung zur Biologielaborantin und zum Biologielaboranten handelt es sich um eine duale Berufsausbildung in den Laboren des Instituts für Tierwissenschaften und in der Berufsschule. Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre und kann bei guter Leistung auf 3 Jahre verkürzt werden. Vor Ende des zweiten Ausbildungs-jahres wird Teil 1 der Abschlussprüfung durch-geführt, Teil 2 der Abschlussprüfung findet am Ende der Ausbildungs-zeit statt. Nach erfolg-reichem Abschluss bieten sich den Absolventen des Ausbildungsberufs Biologielaborantin & Biologielaborant vielfältige Zukunftsperspektiven. Innerhalb der Universität Bonn steht Biologielaborantinnen und Biologielaboranten bei einer möglichen Übernahme eine Vielzahl von interessanten Tätigkeitsfeldern in den Instituten in der biologischen oder medizinischen Forschung offen. Es bestehen darüber hinaus vielfältige Einsatzmöglichkeiten, z.B. im öffentlichen Gesundheitswesen, in der chemischen und pharmazeutischen Industrie oder in sonstigen Forschungseinrichtungen. Sie haben zudem die Möglichkeit, sich im Rahmen von Weiterbildungen weiter zu qualifizieren (z.B. Weiterbildung zur staatlich geprüften Technikerin/zum staatlich geprüften Techniker, Studium an einer Fachhochschule oder Universität).
 
 
Das Außenlabor  Frankenforst dient der Ausbildung von Studierenden der Landwirtschaftlichen Fakultät hinsichtlich der Demonstration von Haltungsverfahren, Produktionsverfahren und Züchtungsexperimenten mit praktischen Übungen.Das Außenlabor Frankenforst steht dazu allen Instituten der Landwirtschaftlichen Fakultät und der Universität Bonn zur Verfügung. Hierfür steht im Gutshaus ein frei bestuhlbarer Seminarraum samt moderner technischer Ausstattung (Beamer und die Möglichkeit zum Anschluss eines eigenen Notebooks) bereit, welcher bis zu 25 Studierenden Platz bietet. Darüber hinaus stellt das Außenlabor nicht nur die Infrastruktur für Lehre zur Verfügung sondern beteiligt sich auch aktiv an der Ausbildung von Studierenden der Landwirtschaftlichen Fakultät im Rahmen von Vorlesungen, Praktika und Übungen.
Im Rahmen der praktischen Demonstration von Produktions- und Haltungsverfahren (Einführung in die Nutztierwissenschaften II) durch Dozenten der verschiedenen Abteilungen des Instituts für Tierwissenschaften werden jährlich mehr als 250 Bachelorstudenten im Rahmen von 8 Übungen, unter anderem hinsichtlich der Anforderungen an einen modernen Stallbau für die Rinder- und Schweinehaltung, sowie geeigneter Haltungssysteme im Rahmen der Eierproduktion beim Geflügel, unterwiesen. Weitere Demonstrationsthemen im Rahmen dieser Lehrveranstaltung sind die Zucht, Haltung, Reproduktion und Tierbeurteilung beim Milchrind einschließlich der Nutzung moderner biotechnologischer Verfahren im Rahmen der Zucht sowie die tierorientierte Untersuchung von Euter und Milch bei der Milchkuh. Ebenfalls werden verschiedene Verfahren zur Haltung von Schweinen, dem dazugehörigem Betriebsmanagement, den Kreuzungsverfahren in der Schweineproduktion sowie die Tierbeurteilung beim Schwein vermittelt. Vervollständigt werden die Inhalte noch durch die Vermittlung der Erstellung und Berechnung von tier- und leistungsgerechten Futterrationen bei Hochleistungskühen, sowie von Futtermischungen in der Schweine- und Geflügelproduktion innerhalb der verschiedenen Produktions-abschnitte. Im Rahmen weiterer Lehrveranstaltungen des Bachelor-studiums werden durch zusätzliche Übungen tiefergehende tierzüchte-rische Lehrinhalte durch praktische Übungen zur Rinder- und Schweine-zucht sowie zur Biotechnologie gelehrt. In Bezug auf die Lehre von Ethologie und Umweltwirkung schließlich werden Übungen zur angewandten Ethologie und zur Beurteilung von Tierhaltungssys-temen angeboten. Lehrveranstal-tungen im Außenlabor Frankenforst im Bachelorstudium werden auch durch das Institut für Geodäsie und Geoinformation und demGeographischen Institut der Universität Bonn angeboten.  Seit 1999 wird das Gelände des Außenlabors Frankenforst auch als physisch-geographisches For-schungs- und Praktikumsgebiet des Geographischen Institutes genutzt. Es wurden verschiedene Mess-stationen aus den Bereichen Hydrologie, Klimatologie, Geomor-phologie, Bodenkunde und Vege-tationsgeographie eingerichtet, die für Forschungs- und Lehrzwecke verwendet werden. In diesem Zusammenhang bietet das Geographische Institut im Rahmen der Lehrveranstaltung „Physikalische Geographie“ Geländepraktika zur Vermittlung von klimatologischen, hydrologischen, geomorphologischen sowie boden- und vegetationsgeographische Mess- und Auswertungsverfahren an. Die hydrologischen und klimatologischen Messgeräte (Abflusspegel, Klimastationen) erfassen die verschiedenen Parameter kontinuierlich in einer hohen zeitlichen Auflösung. An den weiteren Messpunkten (Erosionsmessanlage, Bodenprofile, Vegetationsplots) werden nur bei Bedarf Messungen oder Aufnahmen durchgeführt. Die Messdaten werden sowohl in den Geländepraktika, als auch in Abschlussarbeiten verwendet. Zwei Campbell Klimastationen wurden auf dem Außenlabor Frankenforst an Stellen mit unterschiedlichen klimatischen Bedingungen installiert: eine auf der Wiese und die andere im Birkenwald. Folgende Parameter werden an beiden Stationen gemessen: Luftfeuchtigkeit, Lufttemperatur, Windrichtung und -geschwindigkeit (in 30 cm, 2 m, 4 m und 8 m über dem Boden), Niederschlag, Luftdruck (nur auf der Wiese), Bodenwärmeflüsse, Bodentemperatur, Strahlungsbilanz, Reflexstrahlung und Globalstrahlung. Die Daten werden in 10 min Intervallen aufgenommen. Zusätzlich wurden vier HOBO-Datenlogger (Lufttemperatur, relative Luftfeuchtigkeit, Bodentemperatur, Bodenfeuchtigkeit und Globalstrahlung) an verschiedenen Stellen installiert. Darüber hinaus wird die Tatsache, dass das Gebiet des Außenlabors Frankenforst durch zwei Bäche, den Eichenbach und den Forstbach, entwässert wird, genutzt: Die beiden Bäche münden im nord-östlichen Bereich des Guts ineinander. Unterhalb der Mündung ist ein Thompson-Wehr und eine Multiparametersonde (Orpheus von Ott) installiert. Wasserpegel, elektrische Leitfähigkeit und Temperatur werden in 10 min-Intervallen aufgezeichnet. Zu guter Letzt befinden sich auf dem Gelände des Außenlabors Frankenforst verschiedene Bodenprofile, die für Lehrzwecke genutzt werden können. Eine Catena verläuft am Hang bis hin zum Forstbach (Parabraunerde, Pararendzina, Colluvium). Ein Gley-Profil befindet sich nahe des Messwehres am Eichenbach. Für Lehrzwecke wurde eine Catena mit fünf Profilen im Trockental angelegt. Darüber hinaus werden Lehrinhalte zu Strömungsmechanismen in Fließgewässern sowie der Verlagerung von Sedimenten in Fließgewässern vermittelt. Das Institut für Geodäsie und Geoinformation bietet im Außenlabor Frankenforst topografische Praktika im Rahmen des Moduls Geodätische Messtechnik an.
Im Masterstudium beteiligt sich das Außenlabor Frankenforst an der Vermittlung von tierzüchterischen Lehrinhalten durch praktische Übungen zur Leistungsprüfung und der Tierbeurteilung. Hierzu wird den Studenten unter anderem bei der Tierart Rind die lineare Klassifizierung von Milchkühen, im Rahmen einer praktischen Übung am Tier, nähergebracht. Darüber hinaus beteiligt sich das Biotechnologische Labor im Rahmen der Lehrveranstaltung „Genetik komplexer Merkmale bei landwirtschaftlichen Nutztieren“ mit praktischen Übungen an der Lehre im Masterstudium. Hierbei wird den Studenten im Masterstudium die Nutzung der modernen Reproduktionsmethoden im Rahmen von Zuchtprogrammen, insbesondere bei der Spezies Rind, erläutert. Hierbei wird im Rahmen von biotechnologischen Übungen die In vitro Produktion (IVP) von Rinderembryonen, einschließlich Kryokonservierung, Präimplantationsdiagnostik, Embryotransfer, Zyklussynchronisation und Trächtigkeits-diagnostik erläutert und demonstriert.  
 
Im Außenlabor Frankenforst  werden Studierende (BSc, MSc) darüber hinaus forschungsorientiert ausgebildet, indem sie in eigenen Versuchen wissenschaftliche Fragestellungen bearbeiten. Dafür stellt das Außenlabor eine moderne Infrastruktur für Versuche zur Verfügung. Dieses Angebot wird durch die verschiedenen Arbeitsgruppen des Instituts für Tierwissenschaften und des Instituts für Landtechnik genutzt und wird durch die Vielzahl an Bachelor- und Masterarbeiten, welche in den letzten Jahren in Zusammenarbeit mit dem Außenlabor Frankenforst erstellt wurden, deutlich. So wurden viele Bachelor- und Masterarbeiten insbesondere unter Nutzung der Infrastrukturen und des Tier-bestandes in den Forschungs-bereichen Rind, Schwein und Biotechnologie, angefertigt. Diese Arbeiten sind oftmals die Grundlage für „größere“ Forschungsstudien und damit unerlässlich zur Generierung von zukünftigen Forschungskonzepten, der Einwer-bung von Drittmitteln zu For-schungszwecken sowie zur Sicherung einer hochwertigen und innovativen Publikationstätigkeit.
https://www.ugb.uni-bonn.de/de/veranstaltungen/vergangene-veranstaltungen/bilder-fuehrung-gut-frankenforst/Dr.%20Hoelker%20im%20Gespraech%20mit%20den%20Teilnehmenden.jpg/image_large
Öffentlichkeitsarbeit des AGE Außenlabors Frankenforst
 
Dem Außenlabor Frankenforst liegt das Bild der Landwirtschaft in der Öffentlichkeit sehr am Herzen. Deshalb steht der Versuchsbetrieb interessierten Besuchergruppen nach Anmeldung jederzeit für Führungen und Informationsveranstaltungen offen. Während die gesellschaftliche Debatte über Tierwohl in vollem Gange ist, wollen wir Verbraucher außerhalb der Landwirtschaft so über die Zusammenhänge in der modernen Landwirtschaft, offen und transparent, informieren. Dies beinhaltet sowohl eine Darstellung der Gegebenheiten vor Ort, wie auch das Ansprechen von Problemen und Spannungsfeldern sowie die Diskussion potentieller Lösungen. Es muss einen Mittelweg zwischen Bauernhof-Romantik und Skandalisierung geben. Diesen will das Außenlabor Frankenforst im Rahmen seiner Öffentlichkeitsarbeit mit neutralen und zuverlässigen Informationen aufzeigen. Unser Ziel ist interessierte Gruppen aus der Landwirtschaft über neuere Entwicklungen und wissenschaftliche Erkenntnisse zu informieren.
Damit die Ergebnisse aus den Forschungsanstellungen auf dem Außenlabor Frankenforst in die landwirtschaftlichen Betriebe gebracht werden, arbeiten die Wissenschaftler auf dem Außenlabor Frankenforst auch mit dem Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) zusammen, das sich nicht nur den Dialog zwischen den Branchenakteuren und Verbrauchern auf die Fahne geschrieben hat, sondern vor allem Erkenntnisse aus der Forschung zeitnah und praxisorientiert in die Landwirtschaft zu kommunizieren versucht.
Hierbei informiert das BZL, was sich einerseits in der Wissenschaft tut – und was die verschiedenen Akteure andererseits davon haben. Die Kommunikation von Forschungsergebnissen bedarf jedoch Übersetzungsarbeit. Diese leistet das BZL mit seiner Expertise aus verschiedenen Projektträgerschaften und Kommunikationskampagnen. Damit sich alle Interessierten über Neues aus der Landwirtschaft informieren können, baut das BZL derzeit Internetseiten mit Rubriken für Fachleute und Verbraucher auf. Von der Analyse des Milchmarkts über Publikationen zur Milchkuhfütterung bis hin zur Antwort auf die Frage, ob Kühe nur Milch geben, wenn sie Kälber bekommen: Denn nachhaltige Landwirtschaft soll für jedermann transparent und verständlich werden.Hierzu braucht es jedoch Forschungseinrichtungen und Betriebe, die ihre Türen aufmachen und zeigen, was möglich ist und wie neue Erkenntnisse schnell in die Praxis umgesetzt werden können, womit sich der Kreis zum Außenlabor Frankenforst dann schließt.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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