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Boden und Klima

Boden und Klima:


a) Bodenverhältnisse:

Bodenart: Lehm, lehmiger Ton, z.T. mit Kieseinlagerungen
Bodentyp: Parabraunerde, Pseudogley
Ackerzahl: 24 - 78; Grünlandzahl: 40 - 74

 

b) Klimaverhältnisse:

Höhenlage: 130 - 192 m über NN
Mittlere Jahrestemperatur: 9.0 °C
Mittlere jährl. Niederschlagsmenge: 700 mm (600 - 850 mm)

 

 

Physische Geographie des Gebietes

(aus Botschek 1999).

Lage

  • Nordostabfall des Westerwaldes
  • Nördliche Abdachung des Siebengebirges
  • 130-197m über NN

Geologischer Untergrund:

  • Devonischer Sockel des rheinischen Schiefergebirges bestehend aus feinkörnigen, meist glimmerhaltigen Tonschiefern
  • Trachyttuff überlagert die devonischen Schichten (Förderprodukt des tertiären Siebengebirgsvulkanismus, vor ca. 25-28 mio. Jahren); Vorkommen im Frankenforst von Sanidintrachyt sowie von hornblende- und augithaltigem Andesit
  • Zwischen 180 und 190 m über NN Reste der Hauptterrasse (älteste Diluvialschotter)
  • Lößdecken bis zu 10 m Mächtigkeit, dominierend v.a. im Pleiser Hügelland (nördlich)

Relief

  • stark zergliederte Landschaft
  • Vorfluter Eichenbach und Forstbach im Untersuchungsgebiet, dazu mehrere Trockentälchen mit lediglich episodischer Wasserführung
  • Z.T. starke Hangneigungen und Talasymmetrien

Bodenbildende Substrate:

  • Großflächig Löß, z.T. bis 10m mächtig, meist bis in 2m Tiefe entkalkt
  • Bodenbildung z.T. auf Rohlöß, z.T. auf umgelagertem Material
  • Großflächig auch grusiger, sandig lehmiger Trachyttuff; tonreiches, graues, dichtes Substrat, wahrscheinlich im Periglazial solifluidal umgelagert
  • Exponierte Stellen: Basalt, Andesit

Bodenvariabilität, Bodeneigenschaften

  • Parabraunerden auf tiefgründigen Lößstandorten
  • Braunerden oder Pararendzinen in geneigten Hanglagen (im Prinzip erodierte Parabraunerden)
  • Braunerde aus Löß (Parabraunerde-Braunerde) mit hoher Verschlämmungsneigung
  • Pararendzinen aus Löß
  • Mächtige Kolluvien aus sedimentiertem Material auf Hangverebnungen und Unterhängen; Gley-Kolluvien auf vernässten Standorten, z.T. begrabene Niedermoorhorizonte
  • Pseudogleye auf verwittertem tonreichen Tuff und auf Fließerden, Stauwassersohle z.T. nur in 40-50cm Tiefe
  • Flachgründige Braunerden oder sogar Regosole über Fließerden aus verwittertem Trachyttuff, z.T. Löß-beeinflusst, terrassenhaltiges Material
  • Böden aus Basalt und Andesit nur auf kleine Flächen; pseudovergleyte Braunerden, je nach Lößbeimischung

Klima

  • Regionales Klima des Bonner Raumes: Übergang zwischen subozeanischem (norddeutsches Flachland) und eher kontinental geprägtem Klima (Mittelrheingebiet);
  • Bonn-Friesdorf: 9,5°C Jahresmitteltemperatur (1950-1981), 670 mm/a Niederschlag
  • N-Stationen in Bockeroth (2,3 km NE) und Heisterbacherrott (1 km S)
    Jahreswerte (1975-1994): Bockeroth: 773 mm/a (519-997)
    Heisterbachherrott: 819 mm/a (602-1075)
  • Deutliches Sommermaximum der Niederschläge

 

 

 Klimadaten

 

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