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Reproduktionsforschung am LFG Frankenforst

Vor dem Hintergrund des biologischen Kontextes werden auf dem Außenlabor Frankenforst reproduktions- & molekularbiotechnologische Fragestellungen wissenschaftlich bearbeitet. Innerhalb des Methodenspektrums der Tierzucht stehen hierfür verschiedene on-farm Techniken der Tierzucht und in vitro Modelle zur Verfügung. Der Forschungsbereich verfügt über umfangreiche Erfahrung in sämtlichen tierzüchterischen/reproduktions-biotechnologischen Methoden (Zyklus-Synchronisation, ultraschall-geleitete Eizellgewinnung (OPU), künstlicher Besamung, Embryonenspülung und Embryotransfer). Darüber hinaus werden die reproduktionsbiotechnologischen Methoden und Modelle der In Vitro Produktion von Embryonen, das Embryonen-splitting sowie die intra zytoplasmatische Injektion von Eizellen und Zygoten mit Spermien oder molekularen Konstrukten (miRNA, CRISPR/Cas) im Außenlabor Frankenforst routinemäßig durchgeführt. Zusätzlich besitzt der Forschungsbereich Biotechnologie eine international ausgewiesene und anerkannte Expertise im Bereich der molekularen Züchtungsforschung einschließlich der State-of–the-art Technologien der Genexpressionsanalyse mittels RNAseq oder mittels Array-plattform, der Funktionellen Genanalyse mittels siRNA-Injektion, der CRISPR/Cas9 Technologie sowie der Detektion zirkulierender exosomaler RNA. Die wissenschaftlichen Aktivitäten des Forschungsbereichs Biotechnologie im Außenlabor Frankenforst dienen der Erforschung der molekularen Zusammenhänge und Mechanismen, welche die funktionale Fitness, vor allem für die Merkmale Fruchtbarkeit, Gesundheit und Robustheit, bei Rindern und Schweinen, vor dem Hintergrund unterschiedlicher Stoffwechselsituationen, Umgebungsbedingungen und Genotypen (Rassen), beeinflussen. Die gesellschaftliche Forderung nach einer artgerechten und nachhaltigen Tierhaltung sowie die öffentliche und wissenschaftliche Diskussion über neuartige Züchtungsmethoden erfordert die fundierte verantwortungsbewusste Erforschung der potentiell mit diesen neuen Methoden einhergehenden Risiken sowie eine Validierung der in Aussicht gestellten Möglichkeiten. Hierzu will der Forschungsbereich Biotechnologie einen Beitrag leisten, denn aus wissenschaftlicher Sicht bieten die neuen Züchtungsmethoden ungeahnte Möglichkeiten zum Studium der Grundlagen der funktionalen Diversität, der funktionalen Adaptivität sowie der funktionalen Fitness landwirtschaftlicher Nutztiere.

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