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Forschung am Rind am LFG Frankenforst

Unser Rinderbestand setzt sich zusammen aus ca. 65 Milchkühen samt Nachzucht. Diese Tiere entsprechen hinsichtlich ihrer Genetik und Zuchtausrichtung dem aktuellen Forschungsbedarf. Die vorhandenen Stallkomplexe sind auf die spezifischen Anforderungen einer Versuchs-tierhaltung für eine flexible experimentelle Grundlagenforschung ausgerichtet. Von beson-derer Bedeutung für die Forschung im Versuchsbereich Rind ist der Versuchsstall des Außenlabors Frankenforst. Dieser Hochleistungspräzisionskuhstall stellt das zentrale Strukturelement des Centers of Integrated Dairy Sience (CIDRe) dar, welches die interdisziplinäre Zusammenarbeit von mehr als 20 Professuren unter Berücksichtigung der Verknüpfung von Tiergesundheit bzw. Wohlbefinden von Milchkühen, Umweltaspekten in der Milchviehhaltung bzw. Milchproduktion und ökonomischen Fragestellungen fördert. Die interdisziplinäre Forschung im Außenlabor Frankenforst im Forschungsbereich Rind widmet sich der Aufklärung von komplexen Wechselwirkungen zwischen ethologischen, physiologischen, genetischen und umweltbedingten Faktoren, die sowohl das Wohlbefinden („Animal Welfare“) als auch die funktionelle Fitness und die Qualität der aus ihnen gewonnenen Lebensmittel der Tiere bedingen und als Basis für eine wissenschaftlich begründete tiergerechte und nachhaltige Tierhaltung genutzt werden können. Veränderte Rahmenbedingungen in der Tierschutzgesetzgebung und der Verbraucherakzeptanz sowie zunehmende Adaptationsprobleme der Tiere im Rahmen der landwirtschaftlichen Tierhaltung erfordern hier neuartige grundlegende Untersuchungen, um die Bedingungen des physischen und psychischen Wohlbefindens der Tiere in verschiedenen Produktionssystemen und Umwelten zu verstehen. Eine nachhaltige und tiergerechte Erzeugung von Lebensmitteln tierischer Herkunft setzt eine ausgewogene Balance zwischen dem Leistungsvermögen der Tiere und deren funktioneller Merkmale wie Gesundheit, Fruchtbarkeit & Fitness voraus. Hier besteht bei der hochleistenden Milchkuh gegenwärtig ein enormer Forschungsbedarf, da teilweise negative Korrelationen zwischen Leistungs- und funktionellen Merkmalen bestehen. Da der Umfang des Einsatzes von Antibiotika in der Nutztierhaltung aktuell ein stark diskutiertes Thema ist und bleiben wird, kommt zudem der Erforschung neuartiger Strategien zur Antibiotikareduzierung ein hoher Stellenwert zu.

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