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Forschung am Schwein auf dem LFG Frankenforst

Unser Schweinebestand im Außenlabor Frankenforst setzt sich zusammen aus ca. 60 Sauen, 2 Ebern und ca. 700 jährlich aufgezogenen Ferkeln (2,4 Würfen/Sau und Jahr und 23,2 aufgezogenen Ferkeln/Sau und Jahr). Ausgemästet werden zusätzlich jährlich nochmal ca. 650 Mastschweine. Diese Tiere entsprechen hinsichtlich ihrer Genetik und Zuchtausrichtung dem aktuellen Forschungsbedarf. Zurzeit halten wir Schweine der Rassen Deutsche Landrasse, Pietrain, Duroc und Angler Sattelschwein, wobei den größten Anteil mit ca. 50 Sauen dabei die Deutsche Landrasse ausmacht. Die vorhandenen Stallkomplexe sind auf die spezifischen Anforderungen einer Versuchstierhaltung, für eine flexible experimentelle Grundlangenforschung und eine detaillierte Phänotypisierung der Sauen, Ferkel und Mastschweine ausgerichtet. In einem Langzeitversuch werden zurzeit bei den Sauen und Ferkeln der Rasse Deutsche Landrasse verschiedene phänotypische Merkmale erfasst. So werden Merkmale der Fuchtbarkeit wie das Alter beim ersten Abferkeln, Anzahl lebend geborener Ferkel, Anzahl aufgezogener Ferkel, Zwischenwurfzeit, Erfassung von Missbildungen, Abferkelrate, Brunstrate und Trächtigkeitsrate bei den Sauen erfasst. Die interdisziplinäre Forschung im AGE Außenlabor Frankenforst im Forschungsbereich Schwein widmet sich der Aufklärung von komplexen Wechselwirkungen zwischen ethologischen, physiologischen, genetischen und umweltbedingten Faktoren. Veränderte Rahmenbedingungen in der Tierschutzgesetzgebung und der Verbraucherakzeptanz sowie zunehmende Adaptationsprobleme der Tiere im Rahmen der landwirtschaftlichen Tierhaltung erfordern hier die Erforschung neuartiger Haltungssysteme und -verfahren zur Steigerung des Wohlbefindens der Tiere.  Insbesondere bei der Spezies Schwein stellt der „Ebergeruch“, und die damit einhergehende Kastrationsproblematik ein relevantes und Forschungsfeld dar. Zurzeit wird deshalb der molekulargenetische Background des „Ebergeruchs“ erforscht. Dies könnte in Zukunft eine züchterische Selektion gegen den Ebergeruch ermöglichen.

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